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Ich könnt, wenn ich wollt.

Bild bewegt

photo: Nicole Desroches

 

Ich könnt wenn ich wollt
doch ich will nicht freundlich sein.
Zu viele Rotzer und Schmarotzer und mich andauernd Ankotzer,
schleichen um mich rum und sind so unsagbar dumm.
Drum bin ich einfach bös und fühl mich gut dabei.

Und bin ich dann Zuhause,
in meinem Glück, Daheim,
dann schnurr ich wie ne Katze
und will immer artig sein.

Dann kommt der große Kater,
und schmiegt sich an mich ran,
und ich bin dann so glücklich
wie ne Katze nur sein kann.

Und kommt ein Literat
pass auf was Du ihn fragst,
er könnte dich zerreißen
auf wirklich nette Weise.

Ich bin sehr froh dass es sie gibt,
die sagen was sie denken,
das hilft vielleicht die Dummen
in die rechte Bahn zu lenken.

versprechen will ich nichts,
bemühen wer ich mich schon,
da draußen auch mal lieb zu sein,
vielleicht wird’s ja belohnt.

Das Wort

Foto

Der Vogel zwitschert
der Mensch hat die Sprache
um zu sagen was er denkt.

Und lässt Du mich nicht fragen,
wie soll ich dann verstehen?
Lässt Du mich nicht beklagen,
sagst ich soll weiter gehen,
dann stellst Du dich über mich
und lernen tu ich nichts.
Denn verstehen werde ich erst,
wenn die Erkenntnis gekommen ist.

Und erkennen kann ich nur
was ich betrachte und erfrage
und wieder sind wir bei der Sprache.

Denn mit Worten stell ich Fragen
und mit Worten kann ich sagen,
alles was ich denke und fühle.

Und denkst Du anders, sag es mir,
und fühlst Du anders, erklär es mir,
mit Worten die ich verstehe
auch wenn ich andere Gedankenwege gehe.

Der reisende Gedanke

Foto[2]

Gestern dort und heute hier,
morgen fort ein anderes Revier,
so sind die Gedanken frei
und legen sich nicht fest,
sie schwirren schnell umher,
haben sie doch kein Nest
das stets in einem Baum drin hängt.

Der reisende Gedanke,
der den Körper wieder verlässt,
in anderem kurz sich austobt
und dann zurücklässt,
sich nicht festsetzt,
bis wieder er rastlos wird
und es ihn drängt weiter zu ziehen,
auf der Suche nach dem wahren Geist,
der ihn gefangen nimmt.

Wo sind all die guten Geister hin,
von Charme und Witz getragen?
Sie sterben aus, ich find sie nicht,
der Mob hat sie gefressen.
Nur noch vereinzelt sind sie da,
zu finden kaum noch möglich,
drum such ich nicht und warte,
sie werden kommen.

12/2012

Foto

Seinesgleichen

ich1

So viele hier und doch allein,
Gedanken die mich berauschen.
Ich spreche mit ihnen und sehe bald ein
dass sie nichts mit mir tauschen.

Keinen Gedanken den sie mit mir teilen,
belangloses sagen während sie verweilen.
Statt weiter zu ziehen tun sie so auf klug
und alles was sie sagen ist nur Lug.

Doch ich hab`s durchschaut,
quasselt weiter olles Zeug,
in Gedanken seit allein.

Ich suche mir jemanden der mit mir fühlt,
versteht was ich sage und sich bemüht
die schönen Gedanken mit mir zu teilen,
denn es schlägt uns gut aufs Gemüt.
Was will man mehr, so soll´s doch sein.

Herrlich, dieses Leben,
umgeben von Seinesgleichen.

Mai 2011

ich2

Grau kann so bunt sein


Facetten von Grau füllen den Tag,
umhüllen mich,
weil ich Grau so gerne mag
genieße ich.
Trübsinn der scheinbar vorüber schleicht,
davonfliegt weil buntes Grau sich mir zeigt,
Grau kann so bunt sein
und so ist es für mich
und deshalb geniesse ich!

https://lanadoki.files.wordpress.com/2013/01/grau.m4a