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Ich könnt, wenn ich wollt.

Bild bewegt

photo: Nicole Desroches

 

Ich könnt wenn ich wollt
doch ich will nicht freundlich sein.
Zu viele Rotzer und Schmarotzer und mich andauernd Ankotzer,
schleichen um mich rum und sind so unsagbar dumm.
Drum bin ich einfach bös und fühl mich gut dabei.

Und bin ich dann Zuhause,
in meinem Glück, Daheim,
dann schnurr ich wie ne Katze
und will immer artig sein.

Dann kommt der große Kater,
und schmiegt sich an mich ran,
und ich bin dann so glücklich
wie ne Katze nur sein kann.

Und kommt ein Literat
pass auf was Du ihn fragst,
er könnte dich zerreißen
auf wirklich nette Weise.

Ich bin sehr froh dass es sie gibt,
die sagen was sie denken,
das hilft vielleicht die Dummen
in die rechte Bahn zu lenken.

versprechen will ich nichts,
bemühen wer ich mich schon,
da draußen auch mal lieb zu sein,
vielleicht wird’s ja belohnt.

Geduld

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Ich weiß Du kommst gleich,
meine Geduld macht mich reich,
ich warte gerne, voller Freude.
Will nichts hören, kein Gespräch ohne Inhalt,
lauter Frasen bringen mein Herz nur zum rasen,
das Telefon schweigt, meine Seele schreit,
gleich bist Du da, wie wunderbar.

Vorfreude

Vorfreude

Bilder die wir sehen,
wo sie herkommen nicht verstehen,
sie sind einfach da.

Vorfreude die sie in uns wecken,
obwohl der Grund für sie nicht klar ist,
das Herz schneller schlägt,
obwohl Gewünschtes noch nicht wahr ist
Zufriedenheit sich zeigt.

Und wenn der Moment gekommen ist,
die Ernüchterung folgt.

Die Vorfreude ist es
die unser Glücklichsein trägt,
der Grund dafür ist nicht relevant.

Es ist schön dass es sie gibt,
meine beste Freundin,
meine ständige Begleiterin,
die mich nie enttäuscht,
die immer wieder kommt.
Die Vorfreude.

Das Wort

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Der Vogel zwitschert
der Mensch hat die Sprache
um zu sagen was er denkt.

Und lässt Du mich nicht fragen,
wie soll ich dann verstehen?
Lässt Du mich nicht beklagen,
sagst ich soll weiter gehen,
dann stellst Du dich über mich
und lernen tu ich nichts.
Denn verstehen werde ich erst,
wenn die Erkenntnis gekommen ist.

Und erkennen kann ich nur
was ich betrachte und erfrage
und wieder sind wir bei der Sprache.

Denn mit Worten stell ich Fragen
und mit Worten kann ich sagen,
alles was ich denke und fühle.

Und denkst Du anders, sag es mir,
und fühlst Du anders, erklär es mir,
mit Worten die ich verstehe
auch wenn ich andere Gedankenwege gehe.

Der reisende Gedanke

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Gestern dort und heute hier,
morgen fort ein anderes Revier,
so sind die Gedanken frei
und legen sich nicht fest,
sie schwirren schnell umher,
haben sie doch kein Nest
das stets in einem Baum drin hängt.

Der reisende Gedanke,
der den Körper wieder verlässt,
in anderem kurz sich austobt
und dann zurücklässt,
sich nicht festsetzt,
bis wieder er rastlos wird
und es ihn drängt weiter zu ziehen,
auf der Suche nach dem wahren Geist,
der ihn gefangen nimmt.

Wo sind all die guten Geister hin,
von Charme und Witz getragen?
Sie sterben aus, ich find sie nicht,
der Mob hat sie gefressen.
Nur noch vereinzelt sind sie da,
zu finden kaum noch möglich,
drum such ich nicht und warte,
sie werden kommen.

12/2012

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